Projektentwicklung & Digitales
4transferLab
19.05.2026

„Wer entwickelt hier eigentlich wen?“
Diese Frage stand im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe des Formats Angezettelt! zum Fokusthema Personalentwicklung.
Rund 30 Gäste aus der öffentlichen Verwaltung diskutierten dazu im 4transferLab zwischen „Motivatoren-Bilanz“, „Circle of Influence“, „Entwicklungs-Tandem“ und der eigenen Legofigur darüber, wie Entwicklung im Arbeitsalltag zwischen Tagesgeschäft, Eigeninitiative und fehlender Zeit eigentlich entsteht.
Die wichtigsten Erkenntnisse für die Teilnehmenden waren:
💡Entwicklung beginnt mit kleinen Schritten im eigenen Einflussbereich.
💡Nicht nur Aufgaben und Zuständigkeiten verdienen Aufmerksamkeit, sondern auch die Themen die Menschen für ihre Arbeit motivieren.
💡Austausch, Mitnehmen neuer Impulse und der eigene Perspektivwechsel sind bereits zentrale Elemente von Personalentwicklung.
💡Nicht alles braucht sofort ein großes Konzept, um wirksam zu sein. Oft entsteht Wirkung gerade dadurch experimentelle Arbeitskultur und niedrigschwellige Lernräume.
💡Entwicklung passiert nicht von allein, sondern auch im Miteinander der Personen.
Genau in diesen Punkten liegt auch die Parallele zum Wissens- und Technologietransfer: Wenn Menschen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenkommen, entstehen Netzwerk- und Übersetzungsfunktionen im Innovationsökosystem. Perspektiven werden sichtbar gemacht. Sie sind eine zentrale Voraussetzung für Co-Creation zwischen den unterschiedlichen Herangehensweisen und Logiken von Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.
Transfer entsteht dabei nicht nur durch Projekte oder Technologien, sondern durch Austausch, durch gemeinsame Reflexion und durch das Sichtbarwerden unterschiedlicher Denk- und Arbeitsweisen.
So wird Verwaltung auch nicht nur zur organisierenden, sondern zur lernenden und mitgestaltenden Akteurin im Innovationsökosystem. Und manchmal hilft dabei offenbar auch eine Legofigur.
Ein besonderes Dankeschön an Kirsti Brandt-Wiedbusch für das Einbringen der organisationspsychologischen Perspektive auf das gleichermaßen persönliche als auch strukturelle Thema Personalentwicklung.

Juliane Gehmlich