Thesis in Transfer: Ideen aus Breitenbrunn. Impulse für die Praxis

21.09.2026

Mehr als 100 Teilnehmende, acht Bachelorarbeiten und ein Nachmittag voller fachlicher Impulse und persönlicher Erfahrungen: Am 16. September 2026 fand am Campus Breitenbrunn die dritte Ausgabe von „Thesis in Transfer“ statt. Das Format der Dualen Hochschule Sachsen im Rahmen von 4transfer bringt ausgewählte Bachelorarbeiten in den Austausch mit Praxis und Gesellschaft und macht wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Studium für weitere Akteure zugänglich.

Nach der Begrüßung konnten die Teilnehmenden zwischen drei thematischen Wahlpanels wählen. In jeweils komprimierter Form stellten Studierende ihre Bachelorarbeiten vor und gaben Einblicke in Fragestellungen, Ergebnisse und daraus ableitbare Impulse.

Teilhabe gestalten – Partizipation, Demokratie und digitale Lebenswelten

Im ersten Panel standen unterschiedliche Formen der Teilhabe im Mittelpunkt. Vorgestellt wurden Arbeiten zur Jugendpartizipation im Freien Radio, zur Unterstützung der Demokratiebildung durch Projektarbeit im Schulhort sowie zu Handlungsstrategien im Umgang mit digitalen Endgeräten und den Perspektiven von Kindern in der Grundschule.

Selbstbestimmung und Schutz in vulnerablen Lebenslagen

Das zweite Panel widmete sich Fragen der Begleitung, Prävention und Teilhabe. Die Beiträge behandelten ein sensobiografisches Projekt zur Begleitung von Menschen mit Behinderung am Lebensende, sexuelle Bildung als Prävention sexualisierter Gewalt in der stationären Kinder- und Jugendhilfe sowie die Gestaltung von Übergängen für Beschäftigte mit hohem Unterstützungsbedarf in Werkstätten für behinderte Menschen.

Professionelles Handeln in institutionellen Spannungsfeldern

Im dritten Panel ging es um Herausforderungen professionellen Handelns. Thematisiert wurden die Potenziale und Grenzen sozialraumorientierter Schulsozialarbeit sowie Diskriminierungserfahrungen sozialpädagogischer Fachkräfte und Rassismus als professionsethische Herausforderung.

„Doing Bachelorarbeit“: Erfahrungen weitergeben

Zum Abschluss rückte die Bachelorarbeit selbst in den Mittelpunkt. Unter dem Titel „Doing Bachelorarbeit – Herausforderungen und Bewältigungsstrategien“ sprach Kim Eismann mit den bereits erfahrenen Studierenden Anna-Mareen Herr, Alexander Müller und Victoria Venus über den Weg von der ersten Idee bis zur fertigen Thesis.

Welche Herangehensweise hat sich bewährt? Wo liegen typische Hürden? Welche Stolpersteine sollte man kennen? Und was hilft, wenn Motivation und Zeitplanung zur Herausforderung werden? Die Gesprächsrunde bot konkrete Erfahrungen und Tipps aus studentischer Perspektive. Zahlreiche Fragen aus dem Publikum führten zu einer lebendigen Diskussion.

Vor allem Studierende der nachfolgenden Kohorte nutzten die Veranstaltung, um sich auf ihre eigene Bachelorarbeit vorzubereiten, die im kommenden Jahr ansteht. Gleichzeitig waren Praxispartner und weitere Gäste vor Ort und bereicherten den Austausch um zusätzliche Perspektiven.

Damit wurde deutlich, was „Thesis in Transfer“ ausmacht: Bachelorarbeiten sind nicht nur Abschlussarbeiten, sondern können Ausgangspunkt für Austausch, neue Fragestellungen und konkrete Impulse für die Praxis sein.

Das Format ist im Rahmen von 4transfer an der Dualen Hochschule Sachsen verankert. Der Transfergedanke steht dabei im Zentrum: Ausgewählte Bachelorarbeiten werden in komprimierter Form vorgestellt und gemeinsam mit Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft weitergedacht.

Organisiert und moderiert wurde die dritte Ausgabe von „Thesis in Transfer“ von Dr. Markus Lohse und Sophie Gürtler.